Regeln Hundeerziehung

3 Kommentare

1. Ich suche mir einen Hund aus, der von seinem Temperament, seinen Rasseeigenschaften und seiner Energie am besten zu mir passt. Ich lasse mich nicht von Modeerscheinungen, Schönheit oder Momentaufnahmen dazu verleiten, einen Hund in mein Leben zu holen, dem ich nicht gerecht werde.

2. Ich weiß, dass ich für diesen Hund bis zu 17 Jahre lang verantwortlich bin. Dies schließt Kosten für Tierarztbesuche, Operationen, Physiotherapien, Hundetraining,  artgerechtes Futter, Spielzeug und etliche andere Zusatzkosten mit ein. Ich rechne mir alle Kosten durch, bevor ich mir einen Hund kaufe, und frage mich außerdem, ob ich mir einen Hund wirklich leisten kann und will!

3. Ich bin mir bewusst, dass ich mein Leben zum größten Teil nach dem Hund ausrichten werde. Mein Hund ist ein schutzbedürftiges Wesen das auf mich angewiesen ist und dementsprechend werde ich mich um ihn kümmern. Freunde oder Menschen, die meinen Hund nicht mögen und sich an diese Situation nicht anpassen, werde ich hinter meinen Hund stellen.

4. Wenn mein Hund den Eindruck macht, er könnte krank sein, suche ich auf direktem Wege einen Tierarzt oder eine Tierklinik auf und recherchiere nicht erst tagelang im Internet. Ich lasse meinen Hund regelmäßig untersuchen, auch wenn er keine Anzeichen einer Krankheit hat. Dazu gehört ein jährlicher Check-up beim Tierarzt sowie ein großes Blutbild dass die Organe und Hormone einbezieht. So kann ich sicher sein, das ich eine frühe Erkrankung meines Hundes rechtzeitig entdecke, denn weder ich noch mein Tierarzt sind hellsichtig und können durch einen Blick auf den Hund sagen, dass er kerngesund ist!

5. Ich füttere meinen Hund artgerecht. Dazu gehört, dass er nicht sein ganzes Leben lang nur Trockenfutter bekommt sondern ausgewogen ernährt wird. Ich achte darauf, dass das Hundefutter keinen Zucker und wenig Getreide enthält. Keinesfalls werde ich meinen Hund fleischlos ernähren.

6. Wenn ich keine oder wenig Erfahrung mit Hundeerziehung habe oder/und mein Hund Verhaltensauffälligkeiten zeigt, wende ich mich an eine kompetente Hundeschule oder einen kompetenten Hundetrainer/ Tierpsychologen. Ich werde meinen Hund so erziehen, wie ich mir das für mich selbst auch wünschen würde, wenn ich in seiner Haut steckte. Ich wende mich von Personen ab, die mir raten, meinen Hund mit Schmerzen, Angst und/oder Unterdrückung zu erziehen.

7. Ich bin mir bewusst darüber, dass ein Hund mindestens zwei Jahre, Spätreife Hunderassen bis zu vier Jahren, dafür braucht, um sich psychisch und physisch vollständig zu entwickeln. In dieser Zeit kann ich von meinem Hund keinen völligen Gehorsam erwarten. Ich weiß, dass mein Hund kein Computer ist, sondern ein Lebewesen, das auch mal einen schlechten Tag hat. Dafür werde ich meinen Hund keinesfalls bestrafen sondern mich daran erinnern, wie viele schlechte (Laune)Tage mein Jahr hat.

8. Wenn ich Kinder oder Besuch habe, erkenne ich, wann mein Hund seine Ruhe haben möchte. Wenn der Hund auf seinem Platz schläft, darf er weder gestört, gestreichelt, geärgert oder angesprochen werden. Mein Hund hat ein Recht auf seinen Platz, an dem er sich ungestört und sicher fühlt. Wenn ich meinen Hund aufwecken möchte um beispielsweise mit ihm Gassi zu gehen, rufe ich ihn und hole ihn nicht einfach von seinem Platz. Wie in der ganzen Hundeerziehung, übe ich mich in Geduld und Verständnis.

9. In der Hundeerziehung rufe ich mir immer wieder in Gedanken, dass mein Hund immer bei mir ist, meine Hand leckt und mir treu folgt, egal wie ich ihn behandle. Ich bewundere ihn dafür, dass er mir nicht böse ist und sich von mir abwendet, auch wenn ich aus eigenem Unmut heraus unfair zu ihm bin. Ich schätze, dass er „in Gefangenschaft“ lebt und an meine Gegebenheiten anpassen muss, deshalb werde ich gut für ihn sorgen und ihn artgerecht beschäftigen, geduldig mit ihm sein, ihn regelmäßig streicheln und wie einen treuen Freund behandeln.

10. Wenn ich sehe, dass ein anderer Mensch schlecht mit seinem Hund umgeht, werde ich nicht die Augen zu machen sondern den Menschen ruhig darauf ansprechen und im Hinterkopf bedenken, dass er vielleicht aus Unwissenheit oder Ratlosigkeit handelt. Beobachte ich, dass sich nichts ändert, wende ich mich an den Amtstierarzt, das Ordnungsamt und die Polizei denn ich weiß dass sich ein Tier nicht selbst wehren kann und nur wenige Hunde überhaupt dazu über gehen, bei Gewalttätigkeiten oder falscher Erziehung, das Herrchen/ Frauchen zu beißen.

Wenn mein Hund alt und grau wird, akzeptiere ich, dass ich mich mehr um ihn kümmern muss und die Kosten für Tierarzt etc. steigen. Ich weiß dass mein Hund sturer, langsamer und wählerischer wird und werde mich dennoch liebevoll bis ans Ende seiner Tage begleiten. Ich zerfließe nicht in Selbstmitleid wenn die Regenbogenbrücke naht, sondern werde ihn in einem Zustand begleiten, der ihn glücklich und zufrieden gehen lässt.

Mein Hund ist der treuste Freund in meinem Leben. Egal wie ich bin, was ich mache und sage, er bleibt bei mir. Es ist mein Wille und meine Pflicht ihn dafür unendlich zu lieben und ihm ein glückliches, artgerechtes Leben zu ermöglichen!!!


Copyright
©089dogs – Nathalie Örlecke, September 2013
www.089dogs-hundetraining.de | info@089dogs.de

089dogs Hundetraining Sunny

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3 Gedanken zu „Regeln Hundeerziehung

  1. Das sollte sich jeder Züchter von den künfigen Hundeeltern unterschreiben lassen. Viele gehen sehr schnell eine Beziehung mit einem Hund ein, ohne sich darüber Gedanken zu machen.

  2. Warum sollte ich meinen Hund nicht fleischlos ernähren?
    Ich mache das (noch dazu mit Trockenfutter) und es klappt super.
    Mein Hund ist gesund (vom Tierarzt bestätigt) und scheint sich sehr wohl zu fühlen. Der Stuhlgang sieht auch sehr gut aus und das Fell glänzt prächtig.

    Bei Katzen kann ich es ja verstehen, aber es ist laut verschiedener Expertenmeinungen (nachzulesen im Netz/Büchern) absolut vertretbar, seinen Hund vegetarisch zu ernähren.
    Ich habe mich sehr mit diesem Thema auseinandergesetzt, als ich Vegetarier wurde, weil mir mein Hund absolut wichtig ist, ich mich aber auch anderen Tieren gegenüber ethisch korrekt verhalten möchte, indem ich sie nicht töte, esse oder verfüttere.

    Viele Grüße

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