Was, wenn mein Hund Schei*** frisst?

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Liebe Leser, dieses Blog habt ihr meiner lieben Sunny zu verdanken. Für Übelkeitsgefühle bitte an sie wenden! 😉

Heute gab`s Fisch. Aber nicht auf meinem Teller sondern in Sunnys Maul. Und diejenigen, die sich darüber beschweren, dass ihr Hund andauernd Menscheniiiihhhh frisst, die haben noch nie einen nach Fisch stinkenden Hund gerochen. Das riecht so in etwa wie 10 Eimer verwester Menscheniiihhh.

Warum ich das schreibe? Ich möchte Euch gerne teilhaben lassen an meinem morgendlichen Spaziergang ohne Frühstück im REGEN – Traumkonstellation an einem Mittwochmorgen 😉 An so einem Null Bock Tag heißt es auch für die kleine Sunny, Leinen los statt nervigem Gezerre und andauernden Korrekturen. Auch Hundetrainer haben mal keine Lust auf Hundetraining mit den eigenen Hunden! Ach so, ja, ich muss mich korrigieren, denn es gibt Hundetrainer da draußen, bei denen ist genauso die Sicherung durchgebrannt wie bei einem ballabhängigen Hund. Das sind die, die einfach nicht runter kommen von ihrer Droge und überall erziehen müssen – auch uns anderen Hundetrainer 😉

Sunny hüpfte also fröhlich in den Abhängen der Isar rum – aber nicht alleine. Mit von der Partie war ein verfaulter, ca. 30cm langer und 15cm breiter, verwester Fisch in ihrem Maul. Die beiden hatten sichtlich Spaß. Sofort erinnerte ich mich an meine dämlichen Apportierspiele – FEHLER! Sunny war eigentlich auf dem Weg zu mir bis ich in einer etwas angehobenen Lautstärke rief: AUS!. Tatsächlich lies sie den Fisch augenblicklich fallen. Ein Narr wer denkt, sie hätte auf dem Absatz in meine Richtung umgedreht. Nein. Stattdessen ignorierte sie das „HIER!“ und fing an am leckeren, stinkenden Fisch zu knabbern.

Nun steht man da, als Hundebesitzerin und natürlich Hundetrainern. Aber auch als Hundetrainerin kann ich nicht den Abhang hinab springen ohne die Gefahr, mit nur einem Bein wieder hochzukommen, ich kann auch nicht fliegen (außer auf die Fresse) und leckerer als der Fisch war ich in dem Moment auch nicht (wozu braucht man auch Leckerli, total überbewertet). Nein. In diesem Moment war ich einfach nur eine hilflose Hundemama die wie ein tobendes Rumpelstilzchen am Abhang stand und Kastanien IN Richtung Sunny warf. Insider wissen was jetzt passiert ist – nämlich nichts. Ich kann erstens nicht werfen und zweitens interessiert dass einen Hund wie Sunny nicht die Bohne. Man könnte auch eine Bombe neben ihr hochgehen lassen – keine Reaktion. Da kommt der gefräßige Labrador gepaart mit 5 Monaten Erfahrungen als Straßenhund raus.

Was macht man also? Über seinen Schatten springen! In diesem Moment fühle ich mich wie meine Kunden denen ich in bestimmten Situationen rate: Sei schön freundlich auch wenn Dir nicht danach ist. Dazu fällt mir ein: Golf lehrt einen Demut – Hunde auch 😉 Ich mimte mit freundlichster, spaßiger Stimme, dass ich etwas gaaanz Leckeres gefunden habe, sprang am Abhang hin und her und bin dann schließlich losgerannt. NATÜRLICH funktioniert so ein beklopptes Spiel bei einem kleinen, naiven, jungen Ding. Fragt sich wie lange noch.

Ich werde so oft gefragt, was man eigentlich machen soll, wenn der Hund im Gebüsch verschwindet und etwas Ekelhaftes frisst. Die schlauste Antwort ist sicher: „Ihn VORHER abrufen.“ Nun hat man aber nicht immer Lust den mega Detektiv zu spielen. Also was dann? Der Hund, der sonst von allem abzurufen ist, rennt in den Busch und frisst Menschenkacke. Was kommt gegen sowas an? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es Tropfen gibt, von denen einem Hund auf ungefährliche Weise sofort schlecht wird. Man müsste also diese Tropfen kaufen und dann… Ich führe diesen Gedanken nicht weiter aus. Möchte, das mein Blog in Zukunft auch noch gelesen wird *haha* 😉

Liebe Hundehalter. Vergesst es einfach! Wenn ihr Euren Hunden das abgewöhnen wollt, dann lernt die Kür, ackert Euch den Allerwertesten in Rückruf und Unterordnung ab und lasst den Hund bloß nie wieder Erfolg haben mit seinen Gelüsten. Die Hardcore Hundetrainer würden jetzt sagen: „Halbes Jahr an die Schleppleine“… So ein Schwachsinn. Was soll passieren? Die Nase des Hundes funktioniert in einem halben Jahr nicht mehr? Er kann sich nicht mehr daran erinnern wie gut Sch*** schmeckt? Kauft Euch stattdessen eine „Extrem Soaker Pumpgun“, füllt sie mit eiskaltem Wasser und lernt treffen. Ich hatte mal die Idee, mir eine Erbsenschleuder zu kaufen aber als Hundetrainerin darf man sowas natürlich weder laut sagen noch machen, nicht mal dran denken. Also gibt’s dazu leider keine Erfahrungsberichte. Das Sprühhalsband gibt’s noch zur Auswahl. Aber Hunde sind verdammt schlau. Die wissen genau wann sie das Teil umhaben und wann nicht. Und willst DU Deinen Hund ein Leben lang mit so einem Gerät rumlaufen lassen? Und vergesst den Maulkorb. Ich habe Hunde gesehen die den Maulkorb ganz tief in die leckeren Haufen gedrückt haben um in den Genuss zu kommen. Und dann bleibt der ganze Mist doch wieder am Herrchen/ Frauchen hängen. Auch keine Lösung!

Fazit: Selbst der bestausgebildete Hund macht Scheiße und/oder frisst sie. Man sollte aufhören sich darüber aufzuregen. Legt man sich eben immer Babytücher bereit oder ab in die Badewanne und Maul mit Hundeshampoo auswaschen. Der Hund wird’s nicht kapieren aber so hat man wenigstens selbst eine Genugtuung 😉

Wobei, bei Fisch hört der Spaß einfach auf 😉 😉 😉

Die Hundetrainerin
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